REISEfieber Herbst I Winter 2424
1: Von der Eggenalm aus führt der Wanderweg bergauf bis zum 1765Meter hohen Fellhorn. 2: AlleWanderwege – nicht nur die Premiumvarianten – sind vorbildlich beschil- dert. 3: Auf dem Premiumweg „Gletscherblick“ bewundern wir unter anderem die Loferer Steinberge. 4: Auf der Hin- denburghütte wird famos gekocht! Die Semmelknödel mit Pfifferlingen sind ein Gedicht. - 89 - REISEfieber meter lange Panoramarunde rund um die „Hemmersuppenalm“ doch unlängst mit demGütesiegel „Premiumwanderweg“ aus- gezeichnet – und das völlig zu Recht! Ein weiterer Trumpf dieses Premiumwanderwegs: Gleich vor der Hindenburghütte gibt es eine Teststation für Wanderschuhe. Der Anstieg von der Hindenburghütte führt nur wenige Minuten durch dichten Wald leicht bergauf. Danach verläuft die Route über die weitläufige, malerische „Hemmersuppenalm“. Bei der Sankt-Anna-Kapelle haben wir leider schon fast die Hälfte hin- ter uns. Das schmucke Kirchlein wurde im Jahr 1905 von Alm- bauern errichtet. Fast schon kitschig thront es auf einem kleinen Vorsprung. Eine zünftige Brotzeit auf der Holzbank, mit Blick auf die „Winklmoosalm“, das Sonntagshorn und das Schumacher- kreuz, füllt den Akku nicht nur physisch auf. Ganz automatisch läuft nebenbei ein herrliches Entschleunigungsprogramm ab. „Gletscherblick Alpin“ Der zweite Premiumwanderweg namens „Gletscherblick Alpin“ erweitert den Almgenuss um eine östliche Schleife. Nach dem Steig zum Pflegereck geht es auf einem einfachen Pfad durch einen Lärchenwald. Später durch eine Latschenzone hinauf zur „Durchkaseralm“ und zum „Eggenalmkogel“ auf 1685Metern. Konditionsstarke Wanderer könnten hier noch den Gipfel des 1765Meter hohen Fellhorns erklimmen. Aber egal, ob mit oder ohne Extragipfel: Die Aussicht beim Abstieg zur „Eggenalm“ und beim nahen „Straubinger Haus“ bleibt betörend schön. Über den zahlreichen Stadeln leuchtet die kühne Schneide des Großvenedigers und der komplett versammelten Zillertaler Alpen. Davor ragt das Kitzbüheler Horn in den strahlend blauenHimmel. Der stark gekerbteWilde Kaiser wirkt von hier aus wie ein Mo- nolith. Die sanft-grünen Chiemgauer Alpen erscheinen dagegen fast schon lieblich. Oben von der Egg-Kapelle aus reicht der Blick gar bis zum Watzmann und zum Hochkalter. Kulinarik auf der „Hindenburghütte“ Zurück auf der „Hindenburghütte“ zieht uns der Duft von frischem Schweinebraten in die urige Stube. Spätestens nach dem lecke- ren Millirahmstrudel wird klar, dass die „Hindenburghütte“ ein schlagkräftiges Argument bei der Verleihung desWander-Oscars war. Günter Dirnhofer, ein Kleiderschrank von einem Mann, bringt die Gäste mit seinem Allradbus von Reit imWinkl direkt zum Premiumwanderweg. Einmal monatlich immer zum Voll- mond hin veranstalten sie eine Fackelwanderung mit anschlie- ßender Hüttengaudi. Auch sie verdient das Premiumsiegel, denn Günter mit seinen „Bergfex’n“ und einem Alphorntrio heizt 4 3 2 1
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