REISEfieber Herbst I Winter 2424

ls das Speedboot nach einer Stunde Fahrt vom hektischen Sihanoukville aus in die idyllische Bucht auf Koh Rong einbiegt, in der das Fünf- Sterne-Resort „The Royal Sands“ liegt, könnte man meinen, man ist auf denMalediven angekom- men. Die intensiven Farben reichen von tiefblau bis türkis und der riesige schneeweiße Sandstrand, an demdas kristallklareWasser in sanftenWellen aus- läuft, verheißen allein schon herrliche Tage in einem tropischen Paradies. - 152 - REISEfieber Da der Check-in bereits in Sihanoukville in der Lounge des „The Royal Sands“ erledigt wurde, werden wir samt Gepäck gleich in unsere Beach-Pool-Villa gebracht, die mit allem aus- gestattet ist, was man benötigt, um hier unbeschwerte Tage ver- bringen zu können. Wir packen aus und baden im lauwarmen glasklaren Meer, unter uns nur feinster Sand und über uns strah- lend blauer Himmel. Das sollte sich noch ändern! Wir haben Hunger und bestellen uns im „The Chill Bar & Res- taurant“ am Hauptpool des Resorts ein Hähnchencurry und eines mit Shrimps. Wir müssen in Sachen Schärfe noch etwas mit fri- schen rotenChilis nachhelfen, denn in Kambodscha isst man nicht sehr scharf. Dazu gibt es frisches Baguette – das ist auch nicht wirklich typisch asiatisch und auf den Einfluss der Franzosenwäh- rend der Besatzungszeit zurückzuführen.Wir blicken auf die herr- lichen Farben unserer neuen tropischen Heimat für kurze Zeit und sind froh, dass heute ausnahmsweise nichts mehr auf unse- rer „To-do-Liste“ steht – außer uns zu sonnen, imMeer oder im Pool zu baden, ein bisschen im Schatten der Lounge auf der Ter- rasse zu lesen und uns auf unser Dinner im ebenfalls direkt am Strand liegenden „Ocean Restaurant“ zu freuen. Auf heftige Unwetter folgen extreme Schmerzen Zuvor wollen wir aber den spektakulären Sonnenuntergang, der sich durch den klaren Himmel ankündigt, bei einem Gin Tonic auf unserer Terrasse genießen. Im Eiltempo bewegt sich der tief- rote Feuerball in Richtung Horizont und hinterlässt ein Abendrot, das man wirklich nicht oft erleben darf. Wir bestaunen das Wechselspiel der Farben, bis die „Blaue Stunde“ beginnt und es ganz langsam dunkel wird. Das ist zwar spektakulär, aber erst der Beginn einer ereignisreichen Nacht. Kurze Zeit später startet vor unseren Augen ein Naturschauspiel der Extraklasse, denn aufgrund der extremen Temperaturen des Tages haben sich über dem Festland, aber auch über demMeer selbst gigan- tische Gewitterwolken aufgebaut. Von allen Seiten blitzt und donnert es in einer Heftigkeit, die wir so nur selten zuvor erlebt A 1 Bilder und Text: Ilse Scheibengruber, Andreas Müller Karibisches Flair auf einer Trauminsel im Golf von Thailand KAMBODSCHA

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