REISEfieber Herbst I Winter 2424
- 125 - REISEfieber Wundervolle Natur Sloweniens Der Lehrpfad hat aber auch sanfte Natur zu bieten. Mittendrin ergießt sich in einem idyllischenWaldstück der Slap Kožjak, ein Bilderbuchwasserfall, in ein tropfenförmiges, bemoostes Becken – eine Szenerie wie geschaffen für eine Filmsequenz in „Der Herr der Ringe“. Wer hier mit dem Camper unterwegs ist, dem sei der Campingplatz „Camping Koren“ wärmstens ans Herz gelegt. Hier ist der Treffpunkt aller Wassersportler, Kletterer und Rad- fahrer: Stellplätze direkt oberhalb der Soca, ein Blockhaus mit Westernsaloon, ein riesiger Biergarten mit Grillstation. Das an- geschlossene, ökologische Bildungszentrum wurde als erster Platz Sloweniens unter anderemmit dem EC-Ecolabel zertifiziert. Ein perfektes Basecamp, in demman gerne ein paar Tage extra anhängen würde. Aber wir müssen weiter, denn wir haben ein festes Ziel vor Augen: Wir wollen es auf dieser Slowenien-Tour endlich einmal bis zur slowenischen Adria schaffen und in Piran und Portorož ins Meer hüpfen. Schweren Herzens lassen wir Tol- min auf demWeg nach Süden links liegen. Immalerischen Städt- chen Kanal trinken wir mit Blick auf die Doppelbogenbrücke 4 3 2 1: Der Lago Predil funkelt wie ein wertvoller Smaragd. 2: Eine kurze Wanderpause am Ufer der Soca muss man ir- gendwann einlegen. 3+4: ImGarten Eden der Brda gedeihen nicht nur leckere Kirschen, sondern auch köstlicher Weiß- wein; vor allem der autochthone Rebula ist weit über die Region hinaus beliebt und berühmt. über die Soca einen Kaffee.Wir bestaunen die Stadtjugend, die wagemutig von den steilen Felsen unterhalb der letzten Häuser- meile in die hier hellgrüne Soca köpft. „Immer im August ist hier die Hölle los“, erzählt der Kellner. „Dann springen hier inter- nationale Profis von der 17 Meter hohen Brücke in die Tiefe, aber mit Schrauben und Salti, dann sitzen Hunderte Zuschauer in den Felsen ringsherum.“ Wein und Kirschen in der Brda Schon kurz danach ist unser Kilometerschnitt wieder im Eimer. Die Landschaft erfährt eine fast schon abrupte Wandlung. Auf einmal dominieren nicht mehr die gewaltigen Julischen Alpen den Horizont. Sie werden von welligen Weinbergen und aus- gedehnten Kirschbaumplantagen der Brda abgelöst, offenbaren eine paradiesische Kulturlandschaft, einen faszinierenden Gar- ten Eden, in dem einem die Früchte förmlich in denMund fallen. Wer in der Brda keine extra Schleife und einen Stopp einlegt, dem ist nicht mehr zu helfen. Der Wehrturm von Smartno mit seiner Festungsmauer ist schon von Weitem zu sehen, thront er
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