REISEfieber Herbst I Winter 2424
- 120 - REISEfieber 1 Mangarton. Das beschauliche Dorf war einer der zahlreichen Schauplätze der Isonzo-Front des Ersten Weltkriegs. Trotz der herrlichen Landschaft ist ein Besuch des Soldatenfriedhofs auch heute noch ein niederschmetterndes Erlebnis – vor allem, wenn man die Geburtsdaten der aus 22 Ländern stammenden gefal- lenen Soldaten betrachtet. Ein Paradies für Aktivurlauber In Bovec haben wir tatsächlich satte 1500 Höhenmeter Berg- abfahrt hinter uns. Hier gibt es kaum Fahrzeuge, die kein Kajak auf dem Dach transportieren oder gleich einen Anhänger mit zig aufeinandergestapelten Booten hinterherziehen. Bove č ist das Epizentrumdes slowenischen Kajaksports. Hier erstrahlt die wun- derbare Soca so betörend eisblau, ja fast schon fluoreszierend, dass man allein schon wegen dieser Farbstimmung unbedingt mal aufs Wasser muss. Hinzu kommen wilde Stromschnellen, magische Kehrwasser und haushohe Blocksteine, dieWasser- spiele mit garantiertem Adrenalinausstoß versprechen. Wir schnappen uns die Räder und nehmen den Smaragdweg Richtung Osten unter die Pneus. Dieses touristische Produkt führt uns über das Dorf Soca bis nach Trenta. Diese Radroute ist ein Traum, quert immer wieder auf schmalen Brücken den hier etwas seichteren und smaragdgrün funkelnden Fluss Soca, der sich sanft durch einen wahren Zauberwald schlängelt. Kurz nach Trenta machen wir rechtzeitig Schluss mit bergauf. Hier würde die steile Rampe, die hoch zum Vrisic-Pass führt, beim Anstieg nur noch Schweiß und Tränen verursachen. Nein, wir besichtigen lieber das „Alpski botanicicni vrt Juliana“, also das „Alpinarium der Julischen Alpen“, mit seinen über 1000 slowenischen Pflan- zen. Das nahe „Dom Trenta“, ein modernes Besucherzentrum, gibt uns nochmal hinlänglich Auskunft über die fantastischen Julischen Alpen. 2
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